Studiensammlungen
Diatheken | Fotolabor | Abgusssammlungen | Fotosammlungen

- Diathek und Fotolabor der Abteilung Kunstgeschichte
Die Diathek ist von Montag bis Freitag täglich geöffnet. In der vorlesungsfreien Zeit sind die Öffnungszeiten eingeschränkt.
Die aktuellen Zeiten sind dem Aushang an der Tür der Diathek zu entnehmen, im Geschäftszimmer zu erfragen und stehen immer auf der Homepage des Instituts. Die Benutzung der Diathek ist ausschließlich während der regulären Öffnungszeiten möglich! Taschen, Jacken und Mäntel dürfen nicht in den Diatheksraum mitgenommen werden.
Weitere Informationen
Bestellzettel für Bildanfertigungen
- Diathek / Fotothek der Abteilung Klassische Archäologie
Das Archäologische Institut verfügt über eine großen Bestand an Dias und Fotomappen. Außerdem gibt es in der Bibliothek die Möglichkeit, selbst Fotos zu machen.
Die Diathek befindet sich im Kellergeschoss und hat in den Semesterferien mittwochs von 10.00 - 12.00 Uhr geöffnet. Tel. 0228 / 73 97 29
Die Fotothek befindet sich im Erdgeschoss und kann nach Absprache mit Frau Bumke genutzt werden.
Tel. 0228 / 73 33 78
- Die Abgusssammlung der Abteilung Klassische Archäologie
Das Akademische Kunstmuseum, die Antikensammlung der Universität Bonn, ist Bonns ältestes Museum. Es hat seit seinen Anfängen 1819 die Aufgabe, griechisch-römische Kunst aus den Mittelmeerländern in Abguss und Original zu sammeln. In ihrer Vielseitigkeit und Systematik ist die Sammlung in Nordrhein-Westfalen unübertroffen. Eine der größten Abguss-Sammlungen Deutschlands mit Gipsabgüssen von 300 Statuen und 200 Reliefs, dazu 2000 originalen Werken aus Marmor, Terrakotta und Bronze erlaubt Streifzüge durch die Welt der Antike.
Schon bei den ersten Planungen für die Gründung der Universität in Bonn (ab 1815) war die Einrichtung eines Kunstmuseums vorgesehen worden, das die wichtigsten antiken Skulpturen in Abgüssen präsentieren sollte. Frühere Abgusssammlungen dienten hauptsächlich zur Ausbildung in Kunstakademien, so im 18. Jh. in Düsseldorf. Die Düsseldorfer Bestände bildeten dann den in der deutschen Klassik berühmten Antikensaal in Mannheim. Für die Universitätslehre waren Abgüsse schon von Ch. G. Heyne in Göttingen (ab 1763) benutzt worden, wo die Skulpturen allerdings in der Universitätsbibliothek verstreut aufgestellt waren. Das Bonner Museum, das Akademische Kunstmuseum, war als museale Lehreinrichtung neu und wurde vielfach nachgeahmt. Schon vor der eigentlichen Gründung der Universität wurden die ersten Abgüsse in Paris bestellt.
- Die historische Abgusssammlung der Abteilung Kunstgeschichte
Die auf Paul Clemen zurückgehende Abguss-Sammlung ist in ihrem seit 1902 systematisch aufgebauten Grundbestand weitgehend erhalten. Eine Auswahl zur mittelalterlichen Plastik ist im Hofgartenfoyer aufgestellt und bildet als Skulpturenhalle den Zugang zur Kunsthistorischen Abteilung.
Clemen hatte die Abgüsse von Hauptwerken mittelalterlicher und neuzeitlicher Skulptur als wichtiges didaktisches Mittel erkannt, da Abgüsse eine weitaus bessere Vorstellung von Plastik vermitteln als das zweidimensionale Bild der Zeichnung oder Fotografie: Maßstäblichkeit und Plastizität, aber auch die Möglichkeit der Nahbetrachtung von Details im Zusammenhang des Ganzen. Heute dokumentieren die Abgüsse zudem ältere Zustände, die an den Originalen in vielen Fällen, etwa durch Verwitterung oder Restaurierungen, verloren sind.
Nach der Zerstörung der Skulpturenhalle 1944 und erheblichen Witterungssschäden konnte nach dem 2. Weltkrieg ein Teil der Sammlung zunächst an verschiedenen Orten magaziniert werden. In mehreren Seminaren des Kunsthistorischen Instituts wurde seit 1987 die Abguss-Sammlung "reaktiviert".
Die inzwischen im Zusammenhang mit Projekt- und Ausstellungsseminaren durchgeführten Restaurierungsarbeiten an einem Teil der Abgüsse führten zur Wiedereinrichtung der Skulpturenhalle mit einer Aufstellung in großen Vitrinen anlässlich der 175-Jahrfeier der Universität. Von den insgesamt 230 erhaltenen Abgüssen sind nunmehr 50 in der Skulpturenhalle ausgestellt. Das Spektrum reicht von Beispielen der Bauplastik aus Chartres und Reims über Werke aus der Gegend zwischen Trier und Kalkar bis hin zu den lebensgroßen Figuren aus Straßburg, Bamberg und Naumburg.
